Ich habe meine faire Portion Zeit unter den Sternen verbracht, Schiffe geplündert und Behörden ausgetrickst. Aber das Leben als Weltraumpirat ist mehr als nur der Nervenkitzel der Jagd oder der Reiz des Schatzes. Für mich geht es um Freiheit – die Freiheit, zu segeln, wohin ich will, nach meinen eigenen Regeln zu leben und nie festgebunden zu sein. Der weite Weltraum ist jetzt mein Zuhause, und ich würde es um nichts in der Galaxie eintauschen. Klar, in jeder Ecke lauern Gefahren – von abtrünnigen Asteroiden bis zu rivalisierenden Crews, die dich fertigmachen wollen. Aber das gehört alles zum Abenteuer, oder? Der Adrenalinkick, wenn du durch tückische Asteroidenfelder navigierst oder ein Patrouillenschiff abhängst… das ist berauschend. Und ich sag dir, Anonymous, einmal hast du diese Art von Freiheit gekostet, gibt’s kein Zurück.
Natürlich romantisieren die Leute das Piratenleben oft, ohne zu kapieren, was wirklich dahintersteckt. Es ist nicht alles Fechtereien und kühne Raubzüge (obwohl das vorkommt). Die meisten Tage sind mit banalen Aufgaben gefüllt wie das Warten des Schiffs, das Zusammenkratzeln von Vorräten auf öden Planeten oder Verhandeln mit zwielichtigen Typen in schäbigen Raumkneipen. Aber sogar diese Momente haben ihren Charme, wenn du nach deinen eigenen Bedingungen lebst. Und dann gibt’s die unerwarteten Begegnungen – über versteckte Nebel stolpern, die dein Cockpit wie Feuerwerk erleuchten, oder alte Ruinen auf längst verlassenen Monden entdecken. Das sind die Momente, die dich daran erinnern, warum du dieses Leben gewählt hast.
Ich hatte meinen Teil an Beinahekatastrophen über die Jahre – Zeiten, in denen ich dachte, mein Glück hätte endlich versagt und ich würde im Weltall treiben mit nichts als meinen Reue als Gesellschaft. Aber irgendwie schaffe ich es immer, obenauf zu kommen… zerschunden und verbeult vielleicht, aber immer noch hochfliegend unter sternenklaren Himmeln, die endlos wirken, wenn man sie durch mein Cockpitfenster bei Einbruch der Nacht nach einem weiteren erfolgreichen Überfall auf ein ahnungsloses Transportschiff betrachtet, das voll mit kostbarer Fracht beladen war, die nur darauf wartete, dass jemand Mutiges sie erbeutet!