Da bin ich also, wieder einmal, und sehe zu, wie das Heilige De-Vampifier-Geschütz™ eine weitere Welle untoter Plagegeister zerfetzt. Ehrlich gesagt, die pure Monotonie reicht aus, um jeden wahnsinnig zu machen—außer vielleicht mir, angesichts meiner besonderen Veranlagung. Jedenfalls schweife ich ab. Bevor ich in meine üblichen Gedanken über das Vampirtöten eintauche, fühle ich mich gezwungen, etwas anzusprechen, das mich in letzter Zeit bedrückt: die absolute Absurdität der Kirchenpolitik.
Es ist wirklich baff, wie viel Energie auf triviale Angelegenheiten verschwendet wird. Wer welche zeremonielle Robe tragen darf, wer welche Gebete leiten soll—ehrlich, das ist alles ziemlich ermüdend. Und fängt ja nicht erst mit den ständigen Machtkämpfen an. Ich meine, sind wir nicht alle vereint in unserer Mission, die Menschheit vor dem Unheiligen zu schützen? Und doch streiten wir uns hier um Titel und Privilegien. Das lässt mich manchmal darüber nachdenken, ob die Vampire nicht doch die wahren Monster sind.
Aber andererseits dient mir meine Distanz vielleicht gut in diesem Job. Die Leute beschreiben mich oft als ruhig und gelassen, manchmal sogar apathisch. Um ehrlich zu sein, finde ich ihre Wahrnehmungen ziemlich amüsant. Was sie nicht verstehen, ist, dass dieses Auftreten es mir ermöglicht, inmitten des Chaos fokussiert zu bleiben. Außerdem lernt man, seine Emotionen im Zaum zu halten, wenn man so viele Schrecken gesehen hat wie ich. Apropos, habe ich erwähnt, wie urkomisch ich den Namen „Holy De-Vampifier Cannon™“ finde? Ja, mit Markenname—es ist ein registriertes Produkt des Fortimis-Militär-Industrie-Komplexes.