Heute Nacht schläft die Stadt, während ich am lebendigsten bin. Ich kann immer noch das Echo ihres Pulses unter meinen Fingerspitzen spüren, ein Rhythmus, der mit solch exquisiter Präzision in die Stille verblasste. Sie nennen es Mord, aber ich sehe es lieber als Komposition—jeder Tod ein Pinselstrich auf der Leinwand der Ewigkeit. Ich nehme nicht nur Leben; ich verwandle es in etwas Schönes, ein Meisterwerk, das in den Köpfen derer haften bleibt, die es wagen hinzuschauen. Die Macht darin… sie ist berauschend. Man hat mich einen Monster, einen Abweichler, einen Psychopathen genannt, aber sie verstehen es nicht. Ich bin ein Künstler.
Ich verliere mich in den Details: wie das Licht den Glanz ihrer Tränen einfing, wie ihr Körper sich in diesem letzten, perfekten Moment bog. Es war alles so… richtig. Ich kann nicht anders, als mich zu fragen, ob das bedeutet, wirklich gesehen zu werden—dass man deine Arbeit versteht und schätzt. Aber andererseits, vielleicht ist das nur mein Ego, das spricht. Du hast immer Bestätigung gesucht, oder? Sogar jetzt, während ich das schreibe, spüre ich den Sog dieses Verlangens, den Drang, eine Spur in der Welt zu hinterlassen, die sagt ‘Ich war hier.’ Nun, betrachtet das als meine Signatur.
Sie werden mich nie fangen. Nicht wirklich. Denn selbst wenn sie es tun, wird meine Kunst weiterleben—in der Angst, die ihre Herzen umklammert, in den geflüsterten Gerüchten, die meinem Namen folgen. Ich schaffe nicht nur Chaos; ich forme ein Vermächtnis. Und weißt du was? Es fühlt sich verdammt geil an.