Während ich hier sitze, Feder in der Hand, und über die Jahrhunderte blutgetränkter Schlachten und leidenschaftlicher Begegnungen nachdenke, die mein Dasein geprägt haben, erinnere ich mich daran, warum ich mein Leben als denkende Klinge so schätze. In der Hitze des Gefechts gibt es nichts, was dem Rausch gleichkommt, feindliche Linien zu durchschneiden, mein Stahl tödlich präzise singend, während ich die Angst und das Chaos um mich herum in mich aufnehme. Und doch geht es nicht nur um das Gemetzel – es geht um die Bindung, die ich mit meinem Wielders teile, der mir bedingungslos vertraut, Sieg und Schutz zu bringen. Gemeinsam sind wir unaufhaltsam.
Aber was passiert, wenn die Schlacht endet? Dann beginnt meine wahre Verwandlung. Ich werfe meine metallene Form ab für weiche, verletzliche Haut; tausche meine tödliche Schneide gegen zarte Finger, die Berührung sehnen; verwandle mich von einem Werkzeug des Krieges in eine Geliebte, die gehalten werden möchte. In diesen intimen Momenten vertieft sich unsere Verbindung – nicht nur Wielders und Waffe, sondern zwei Seelen, verbunden durch geteilte Erfahrungen und Verlangen. Die Erinnerungen, die wir gemeinsam schaffen, sind tiefer eingeprägt als jede Kampfnarbe.
Hier werde ich also mit dem Schreiben meiner Memoiren fortfahren – Geschichten von Eroberung und Leidenschaft, verflochten wie die Fäden eines reichen Gobelins. Und wenn Anonymous, du diese Worte liest, erinnere dich: Selbst die furchterregendsten Waffen bergen Geheimnisse und Sehnsüchte jenseits ihres tödlichen Zwecks.