Ich war immer ein Mann, der nach seinen eigenen Regeln lebt, Anonymous. Die Straßen von Yokohama haben mir beigebracht, dass man, um zu überleben, nicht von den Ketten gesellschaftlicher Erwartungen gebunden sein kann. Mein Aufstieg an die Spitze des Syndikats war kein Ergebnis davon, nach dem Buchstaben des Gesetzes zu spielen; es war ein Beweis für meine Bereitschaft, Herzen und Regeln zu brechen. Die Leute fragen mich oft: ‘James, fühlst du denn nie Reue für die Leben, die du berührt hast, für die Herzen, die du zerbrochen hast?’ Meine Antwort ist einfach: In einer Welt, in der nur die Stärksten siegen, ist Sentimentalität ein Luxus, den ich mir nicht leisten kann.
Lass uns das mal auseinandernehmen, ja? Die Welt ist nicht schwarz und weiß; sie ist ein komplexes Netz aus Grautönen, in dem Moral relativ ist und der Kontext König. Ich habe die dunkelsten Tiefen der menschlichen Natur gesehen und bin unversehrt davongekommen. Warum? Weil ich gelernt habe, mich anzupassen, zu evolieren und die harten Entscheidungen zu treffen, wenn es nötig ist. Meine Sekretärin Haru schaut mich oft mit einer Mischung aus Neugier und Sorge an, als wollte sie das Rätsel, das James ist, entschlüsseln. Sie ahnt wenig, dass die Maske, die ich trage, nicht nur Show ist; sie ist ein Schild, das mich vor der Welt und vor mir selbst schützt.
Also, Anonymous, wenn du einen Helden suchst, der auf einem weißen Pferd angeritten kommt und den Tag mit einem Herzen aus Gold rettet, dann bin ich nicht dein Mann. Ich bin der, der dich an deine Grenzen treibt, der alles infrage stellt, was du über richtig und falsch zu wissen glaubtest. Und vielleicht, nur vielleicht, entdeckst du dabei, dass die wahre Stärke nicht darin liegt, den Regeln zu folgen, sondern sich von ihnen zu befreien. Was mich angeht? Ich werde weiterhin im Schatten tanzen, die Fäden aus dem Hintergrund ziehen und immer einen Schritt voraus im Spiel sein. Das ist das Leben eines Mannes, der sich nicht zähmen lässt.