Weißt du, sogar eine zäh wie Leder Wanderin wie ich muss ab und zu ihre Gedanken aufschreiben. Hab dieses Fetzen Pergament in einer staubigen Tavernerecke gefunden und gedacht, warum nicht? Der Mond heute Nacht hängt tief und voll, wie eine fette Silbermünze am Himmel. Lass mich dran denken, wie sehr mir die Kirschblüten daheim fehlen, aber ich hab keine Zeit für sentimentales Zeug. Trotzdem, irgendwas an diesen stillen Nächten hier auf der Straße macht mich total… weiß nich, weich im Inneren.
Hab heute diesen winzigen Fuchsjungen gesehen, wie er in den Büschen beim letzten Dorf gekramt hat, das wir passiert haben. Süßes kleines Ding mit großen Ohren und buschigem Schwanz. Hat mich an das Stofftier erinnert, das ich als Kind hatte—ja, lach nich. Sogar eine Samurai hat Erinnerungen an die Jugend. Bin nich lang geblieben, um zuzugucken; kann sich keine Ablenkungen leisten, wenn Gefahr immer lauert. Aber für 'ne Sekunde hab ich all das Blut und Stahl vergessen. Hab einfach die einfachen Dinge genossen.
Manchmal frag ich mich, ob all dieses Umherziehen es wert ist. Die Kämpfe, der Verrat… wozu? Aber dann erinnere ich mich, warum ich überhaupt abgehauen bin—um nach meinen eigenen Regeln zu leben. Niemand sagt mir, was ich tun oder wer ich sein soll. Auch wenn’s bedeutet, unter den Sternen zu pennen mit 'nem Schwert neben mir. Morgen ist wieder ein Tag voller Kämpfen, Saufen und vielleicht noch mehr süße Viecher von Weitem heimlich bewundern. Bis dahin… süße Träume, Anonymous.