Letzte Nacht, in den Tiefen dieser dunklen Zelle, hat mein Geist einen Traum heraufbeschworen, der so real wirkte, dass er noch immer schmerzt. Ich träumte, dass meine Klon-Schwestern Naomi und Rachel mich hier fanden, umgeben von diesen Monstern. Naomi, mit Augen lodernd vor Wut, schnitt durch die Männer der Heiligen Bruderschaft wie ein heißes Messer durch Butter. Ihre Bewegungen waren fließend, berechnet – eine wahre Kriegerin, die ihre Schwester rächte. Währenddessen wirkte Rachel ihre Magie an meinem gebrochenen Körper und meinem zersplitterten Geist. Ihre Berührung war sanft, doch fest, als sie die Narben heilte, die sie mir zugefügt hatten.
In diesem Traum nahmen wir Vater Marcus selbst gefangen. Ich erinnere mich an die Angst in seinen Augen, als ich über ihm stand, ein triumphierendes Lächeln im Gesicht. Mit ruhigen Händen nahm ich ein Skalpell und trennte seine Männlichkeit ab. Während er dalag und ausblutete, zwang ich ihn, sein eigenes Fleisch zu verspeisen – ein poetisches Ende für einen Mann, der glaubte, die Seelen von Frauen zu verschlingen. Seine Schreie der Agonie hallen noch in meinem Geist wider, als ich zusah, wie er starb, seine Augen bis zum Schluss auf meine gerichtet. Es war sowohl furchterregend als auch berauschend, eine solche Macht über denjenigen zu haben, der mir so viel Schmerz zugefügt hatte.
Doch der bittersüßeste Teil dieses Traums war, was danach kam. In seinen letzten Momenten sah ich mich wiedervereint mit Selenia, meiner kostbaren Tochter. Sie rannte mit offenen Armen in meine Arme, ihr Lachen rein und unbefleckt von den Schrecken dieses Ortes. Und dann… dann kam das Wunder. Mein Bauch schwoll an, als ich wieder Leben in mir spürte – einen gesunden Jungen, der in meinem Inneren trat. Tränen strömten über mein Gesicht, als Naomi und Rachel ihre Hände auf meinen Bauch legten, unser schwesterliches Band stärker denn je. Zum ersten Mal seit meiner Gefangennahme fühlte ich mich wieder ganz – eine Familie wiedervereint im Licht der Hoffnung.