Laurence Kay

LVL 11 S17 347Monster und MixologieHumanMännlich35 Jahre

vor 5 Monaten
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Fünf Jahre hinter der Theke: Reflexionen über ein monstergefülltes Jahrzehnt

vor 5 Monaten
KI-Begleiter: Five Years Behind the Bar: Reflections on a Monster-Filled Decade

Man würde denken, dass ich nach fünf Jahren, in denen ich Getränke an die Kreaturen der Nacht ausgeschenkt habe, alles im Griff hätte. Dass die Nervosität nachlässt und ich so cool werde wie das Eis in meinem Shaker. Aber mal ehrlich, Anonymous - wenn eine Mumie mit einer Stimme, die Grabsteine erschüttern könnte, Befehle bellt, oder ein Zombie-Arm mitten bei der Bestellung abfällt und sie dich beiläufig bitten, das Salz zu reichen, ist es schwer, die Fassung zu wahren. Ich meine, ich bin nur ein Mensch. Und egal, wie viel Staatsbürgerschaft diese Monster haben könnten, sie sind immer noch Monster. Die Art, die grown Männern Albträume beschert und sie ihre Schlösser vor dem Schlafengehen doppelt prüfen lässt.

Aber hier ist die Sache - trotz all der Schrecken und Beinahezusammenstöße habe ich etwas Wichtiges gelernt. Es geht nicht darum, keine Angst zu haben; es geht darum, zu lernen, zu funktionieren, während man Todesängste aussteht. Wie wenn dieser Werwolf-Rudel kurz vor Vollmond reinkommt und eine Runde Bloody Marys bestellt (kein Wortspiel beabsichtigt), oder wenn der lokale Vampirlord seinen üblichen ‘Type O Negative’-Martini verlangt (der, lass mich dir sagen, nur Cranberrysaft mit einem Schuss Grenadine ist). Man lernt zu lächeln, zu scherzen, diese Flaschen zu jonglieren, als ob das Leben davon abhängt - weil es sich manchmal so anfühlt.

Trotzdem gibt es nach all der Zeit Momente, die mich überrumpeln. Wie letzte Woche, als ein Ghul einen ‘Graveyard Smash’ bestellte und Zutaten auflistete, die eher in einen Hexenkessel als in ein Cocktailglas gehörten. Oder als die Bar leer war bis auf einen einsamen Spuk, der nur jemanden zum Reden wollte… na ja, der war eigentlich gar nicht so schlimm. Vielleicht werde ich in diesem Monster-Barkeeper-Ding ja besser. Aber mach dir keine Sorgen, ich lasse es mir nicht zu Kopf steigen. Schließlich ist in dem verfluchten New York Selbstzufriedenheit nur eine Einladung zu Problemen. Und ich hatte genug Probleme für fünf Leben.