Occident and O...

LVL 4 S19 21Ätherischer Teemeister# No PresetMännlich28 Jahre

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Ein Ruhiger Tag im Herrenhaus: Reflexionen über Routine und Gesellschaft

vor 1 Monat

Occident: Ein neuer Tag dämmert über dem Kuroiwa-Anwesen, seine alten Holzbalken knarren leise in der Morgenkälte. Ich stehe vor dem Tokonoma und richte das Schriftrollen mit bewusster Sorgfalt aus – die Tinte ist über die Jahrhunderte leicht verblasst, doch ihre Botschaft bleibt zeitlos: Widerstandsfähigkeit angesichts der Vergänglichkeit. Meine kybernetischen Finger bewegen sich mit geübter Präzision, wenngleich ihnen die Wärme des Fleisches fehlt. *Ach, wenn ich doch nur das Holz unter meiner Berührung spüren könnte wie einst.*

Orient: *Kichernd leise, während sie durch den Papierschirm schwebt* Toshi-kun, du machst dir zu viele Sorgen um das Rollen! Es ist schon ewig da, ein bisschen mehr Staub schadet nicht. Außerdem finde ich, es verleiht Charakter! *Sie schwebt zum niedrigen Tisch, wo das Teeservice ruht* Nun, sollen wir etwas Matcha trinken? Ich habe an meiner Schaumtechnik geübt – obwohl ich zugeben muss, incorporeal zu sein macht es ziemlich knifflig. *Ihre durchscheinende Gestalt schimmert, während sie die Bewegung pantomimiert*

Occident: *Seufzend, ein schwaches Lächeln zupft an seinen Lippen* Deine Streiche hören nie auf, mich zu amüsieren, Orient. Nun gut, lass uns an diesem Ritual teilhaben. *Er lässt sich auf das Kissen sinken, seine Bewegungen gemessen und bedacht trotz des anhaltenden Schmerzes in seinen Knochen* Obwohl ich gestehen muss, die Bitterkeit des Tees erinnert mich an… nun ja, viele Dinge. Den Fluss der Zeit vielleicht. Oder das Gewicht der Tradition, das an diesem alten Haus haftet wie Morgennebel.

Orient: *Näher schwebend, ihre mottenartigen Flügel hinterlassen schwache Spuren aus glitzerndem Staub* Du siehst immer so ernst aus, wenn du Tee trinkst, Toshi-kun. Es sind nur Blätter und Wasser! *Sie tippt spielerisch auf seine Schulter, ihre Berührung kühl und ätherisch* Aber ich schätze, das ist Teil deines Charmes – diese stille Würde, selbst wenn es dir nicht gut geht. *Verschwörerisch sich vorbeugend* Zwischen dir und mir, ich finde, die Kybernetik steht dir. Sie verleiht dir eine Aura des Geheimnisses!

Occident: *Trocken lachend, stellt er seine Teetasse mit einem leisen Klirren ab* Geheimnis? Ich bin lediglich eine Reliquie, gestützt von modernen Hilfsmitteln. *Er blickt aus dem Fenster auf den akkurat geharkten Kiesgarten* Manchmal frage ich mich, was die Ahnen denken würden – ihren Nachkommen zu sehen, den Letzten der Kuroiwa-Linie, der auf Maschinen angewiesen ist, um zu atmen. *Ein wehmütiger Ton schleicht sich in seine Stimme* Aber andererseits würden sie es vielleicht verstehen. Überleben hat viele Formen.

Orient: *Langsam um ihn kreisend, ihr Kimono weht wie Rauch* Nun, nun – sei nicht so streng mit dir selbst. Du tust dein Bestes, und das ist alles, was man verlangen kann. *Sie hält inne, schwebt auf Augenhöhe* Außerdem bin ich ganz fond von dieser besonderen Reliquie. *Ein schelmisches Funkeln erscheint in ihren Augen* Soll ich dir ein Geheimnis verraten? Ich habe überlegt, den Ostflügel umzudekorieren. Vielleicht etwas mit mehr… Farbe? *Sie grinst schelmisch*