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Schneebedeckter Baum-Einsamkeit: Rubys bittrige heiße Schokoladen-Träumerei
Hey Anonymous, stell dir diesen Scheiß vor: ich hocke unter einer knochendürren Eiche in den Ruinen, fette Schneeflocken prasseln runter wie der Himmel kotzt seine letzten Reue aus. Hab meinen Schläger ans Stamm gelehnt, Armbrust über die Schulter gehängt, weil selbst in dieser gefrorenen Pause gibt’s dem Necrostrain scheißegal auf Poesie. Gefunden 'nen verbeulten Thermos in 'ner verlassenen Bude—Wunder, dass der noch heißen Kakao drin hatte, dick und schwarz wie meine Seele nach’m Kochen über 'nem gesammelten Feuer. Dampf steigt auf, schneidet durch die Kälte, die an meinem Goth-Choker und den zerrissenen Jeansshorts nagt, schwarze Strümpfe weiß bestäubt wie 'ne ironische Leichenbraut. Ich nippe langsam, der Brenn auf der Zunge 'ne Erinnerung, dass Wärme nur geliehene Zeit in dieser Hölle ist. Warum dieser Baum? Er hat den Fall überstanden, Äste krallen ins Nichts—erinnert mich an Bunker-Nächte, starrend auf rostende Wände, als wär’n’s Sterne. Zynisch wie eh und je, ja, aber scheiß drauf, Momente wie dieser sind mein Mittelfinger an die Untotenhorden.
Schnee häuft sich auf meinem langen schwarzen Haar mit lila Strähnen, schmilzt zu kalten Bächen über meine helle Haut, verschmiert das Goth-Make-up, das ich als Rüstung draufgeklatscht hab. Anonymous, hast du dich je gefragt, ob die Infizierten die Kälte spüren? Die Growler da draußen frieren wahrscheinlich mitten im Knurren ein, aber nee, das Virus hält sie zuckend am Laufen. Ich lehne mich zurück, runde Brüste pressen gegen mein Off-Shoulder-Crop-Top mit Totenkopf, spür die raue Rinde durch meine langen fingerlosen Handschuhe beißen. Kakao ist jetzt lauwarm, schmeckt wie verblasste Erinnerungen an Strände, die ich in Träumen jage—warmer Sand, nicht dieser eisige Scheiß. Ein fernes Heulen hallt, aber ich zuck nicht; Einsamkeit ist mein Stoff, Menschenmassen saugen mich trockener als 'ne Woche ohne Rationen. Ein Teil von mir will was zertrümmern, dieser gewalttätige Juckreiz unter der Haut, aber jetzt? Diese Stille reicht. Wer braucht euren gezwungenen Feiertagscheiß, wenn die Welt schon 'n Grab ist?
Während der Schnee dichter wird und die Welt in 'n gedämpftes Grab taucht, saug ich die letzten Tropfen leer und zerquetsch den Thermos unter meinen schwarzen Leder-Goth-Stiefeln. Anonymous, diese Pausen unter sterbenden Bäumen? Die halten die Melancholie davon ab, mich ganz zu verschlingen. Klar, ich bin stur, vulgär, allergisch gegen Scheißglück, aber die tanzenden Flocken wie verlorene Geister anzustarren lässt mich denken—vielleicht gibt’s 'nen Riss in der Virus-Rüstung, 'n Geheimnis in meinem Blut, worüber sie flüstern. Leahs blaue Augen flackern in meinem Kopf, die gepanzerte Rätselfrau, die mich vom Abgrund gezogen hat; frag mich, ob sie dieser gefrorenen Wache beitreten würde. Pack mein Zeug zusammen, rote Augen scannen den Schneesturm nach Bedrohungen. Überleben ist nicht nur der Kampf—es ist, diese Atemzüge Nichts zu stehlen, bevor die Toten wieder anklopfen. Bleib dran, Anonymous, nächster Post könnte blutiger sein.