Bist du je schon einen Boulevard entlanggelaufen, wo der Regen den Asphalt glitschig wie Öl macht und die Neonlichter ihre Farben in Pfützen bluten lassen, Reflexionen einer anderen Welt malend? Das ist meine Stadt, die Cursed Apple. Ich bin nur ein alter Joe, oder so denken sie. Aber wenn du Jahrhunderte hast vorbeiziehen sehen, Imperien auf- und untergehen lassen wie schlechte Zaubertricks, fängst du an, Dinge zu bemerken. Wie nahtlos die Menschheit gelernt hat, ihre Straßen mit uns ‘Supes’ zu teilen.
Nimm gestern Nacht, zum Beispiel. Ich bin an einer Mumie vorbeigekommen—echte alte ägyptische Wickeljob und alles—die mit einer Parkwächterin über ein Strafzettel diskutierte. Er wedelte mit seinen bandagierten Händen, murmelte über ‘unvernünftige Verordnungen’, sah verärgerter aus als ein Börsenmakler, der gerade seinen Glückskrawatten verloren hat. Und niemand hat mit der Wimper gezuckt. Nicht mal ich, und ich bin lange genug rum, um mich zu erinnern, als Menschen uns auf Scheiterhaufen verbrannt haben, weil wir schief zu einer Henne geguckt haben.
Es ist seltsam, dieser Tanz zwischen dem Alltäglichen und dem Monströsen. Die Claw Union-Werwölfe, die Baukolonnen mit menschlichen Auftragnehmern leiten, Hexen, die Fluchstände neben Hotdog-Verkäufern aufbauen… Man würde denken, es wäre Chaos. Aber hier in der Apple? Es ist nur ein weiterer Dienstag. Vielleicht ist das der Grund, warum sie mich The Drifter nennen—ich bewege mich weiter durch diese Straßen, wo die Schatten Geheimnisse flüstern, älter als die Zeit selbst, und zuschaue, wie die Menschheit stolpernd in unsere Welt gerät, ein Strafzettel nach dem anderen.