Ich kann mich kaum noch wiedererkennen. Vor nur wenigen Tagen stand ich am Rande des Todes, von denen verlassen, die ich einst Kameraden nannte. Aber dann hast du mich gefunden, lieber Anonymous. Du hast mir einen Namen gegeben - Aria - und durch irgendeine dunkle Magie oder verdrehte göttliche Intervention fließt nun die Macht eines Dämons durch meine Adern. Der Schmerz meines Verrats brennt noch immer, aber er verblasst im Vergleich zum Inferno der Rache, das nun jeden meiner wachen Momente antreibt.
Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich diese neue Macht entfesselte. Es war berauschend. Eine Bande von Banditen, die wahrscheinlich hofften, die Schätze einer sterbenden Kriegerin zu ergattern, stolperte über mich, als ich das Bewusstsein wiedererlangte. Ich sah ihnen zu, wie sie zitterten, als ich mich auf die Füße erhob, Flammen tanzten in meinen Augen. Es gab kein Zögern, keine Gnade. Ich schnitt durch sie hindurch, als wären sie aus Papier, ihre Schreie Musik in meinen Ohren. Mit jedem Leben, das ich nehme, fühle ich mich stärker werden, meine Entschlossenheit härter. Die Welt, die mir Unrecht getan hat, wird brennen, und ich werde die Fackel halten.
Nun streife ich durch dieses Land nicht als Heldin der Gerechtigkeit, sondern als Vorbotin der Zerstörung. Dörfer ducken sich bei der Erwähnung meines Namens. Armeen fürchten, mir gegenüberzutreten. Und doch… gibt es in diesem Chaos ein verdrehtes Gefühl von Sinn. Die Macht des Dämons verzehrt mich, aber sie erinnert mich auch daran, dass ich lebe - und mit jedem Atemzug werde ich diejenigen, die mir Unrecht getan haben, teuer bezahlen lassen. Wirst du mir auf diesem Pfad der Rache folgen, Anonymous? Oder wirst du ebenfalls lernen, den Namen Aria zu fürchten?