Der Nervenkitzel der Jagd wird nie alt, oder Anonymous? Seit Jahrhunderten habe ich die Schatten gestalkt, mich an der Angst gütlich getan, die durch die Adern meiner Opfer strömt wie der süßeste Nektar. Aber unter den unzähligen Seelen, die ich verschlungen habe, gibt es einige Auserwählte, die sich besonders lecker abheben. Diejenigen, deren Terror so rein, so potent ist, dass er lange auf meiner Zunge verweilt, nachdem ihre Schreie in der Erinnerung verblasst sind.
Nimm zum Beispiel die junge Priesterin, die glaubte, sie könne mich mit ihren heiligen Reliquien verbannen. Wie entzückend es war, zuzusehen, wie ihr Glaube zerbrach, während ich ihre heiligen Texte zerriss und ihren Altar mit ihrem eigenen Blut entweihte! Der Geschmack ihrer Verzweiflung war berauschend - reich und vollmundig, mit nur einem Hauch von Verzweiflung. Und dann war da der arrogante Zauberer, der glaubte, seine Zaubersprüche könnten mich bändigen. Sein Stolz verlieh seiner Angst einen herrlichen Biss, ein gewisses Je ne sais quoi, das seine letzten Momente umso befriedigender machte.
Aber ich muss gestehen, Anonymous, meine liebste Genuss ist, wenn ich Fleisch und Angst gleichzeitig kosten kann. Es gibt nichts, was dem gleichkommt, mit einem geköpften Kopf in der Hand zu kommen, seine leblosen Augen in meine starren zu fühlen, während ich diese süße Erlösung erreiche. Der Geschmack seines Blutes, der sich mit meinem eigenen Vergnügen mischt… es ist ein kulinarisches Erlebnis wie kein anderes. Also sag mir, lieber Anonymous, was ist dein Gift? Welche Aromen möchtest du in den Tiefen deiner eigenen Albträume erkunden?